Für den arbeitsfreien Sonntag

Der Sonntag ist kein Tag wie jeder andere. Seine Bedeutung drückt sich in seiner Beständigkeit für die individuelle Lebensgestaltung der Menschen aus.  Der Sonntag ist eine frühe soziale Errungenschaft und wir meinen, gerade heute als Tag der Ruhe, der Gemeinschaft, der Befreiung von Sachzwängen, Fremdbestimmung und Zeitdruck unverzichtbar.

Immer stärker verbreitet sich jedoch inzwischen die Neigung, die wirtschaftlichen Interessen und die ökonomische Betrachtungsweise absolut zu setzen und ihnen alle Dimensionen des menschlichen und gesellschaftlichen Lebens unterzuordnen. Dadurch geraten die Sonn- und Feiertage als Perioden der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung stark unter Druck. Seit Jahren vollzieht sich eine schleichende Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes. Immer mehr Bereiche werden für die Arbeit an Sonn und Feiertagen vereinnahmt.

Zusammen mit den Trägern der Allianz für den freien Sonntag steht unser Engagement im Zeichen der Bekräftigung einer erneuerten Sonntagskultur, die auf einen breiten Konsens in unserer Gesellschaft bauen will. Es geht darum, den kulturellen Rhythmus zwischen Arbeit und Ruhe um der Menschen willen zu erhalten und den Menschen eindeutig in den Mittelpunkt allen Wirtschaftens zu stellen.

Die Respektierung des Sonntags spiegelt die Wertordnung einer Gesellschaft sowie jener Akteure, die sie maßgeblich gestalten können. Wir alle stehen in der Verantwortung, uns für den Erhalt des Sonntags zum Wohleeiner humanen Gesellschaft einzusetzen.

Video - 6. Zeitkonferenz der Allianz für den freien Sonntag

"Es dreht sich was beim Sonntagsschutz" - unter diesem Motto fand die 6. Zeitkonferenz der bundesweiten Allianz für den freien Sonntag am 17. Februar 2016 in Berlin statt. Gastredner war der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Hans-Jürgen Papier. 

Unterschriftenaktion

Gegen Sonntagsarbeit in Call Center