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            <title>KAB - Nachrichten</title>
            <link>https://www.kab-eichstaett.de</link>
            <description>Nachrichten</description>
            <language>en-gb</language>
            
            <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 20:37:18 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Wed, 10 Jun 2026 20:37:18 +0200</lastBuildDate>
            
            
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                        <pubDate>Tue, 26 May 2026 11:32:49 +0200</pubDate>
                        <title>Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/pflege-darf-nicht-zur-armutsfalle-werden</link>
                        <description>Die Pflegekosten, insbesondere die Eigenanteile im Heim, sind in den vergangenen fünf Jahren stark gestiegen. Der durchschnittliche Eigenanteil im ersten Jahr eines Heimaufenthalts liegt inzwischen bei rund 3.245 Euro pro Monat. Parallel dazu haben sich die gesamten Pflegeausgaben in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt.
Zugleich wächst der Reformdruck. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Pflegeversicherung steuert in den kommenden Jahren auf hohe Defizite zu; ohne strukturelle Änderungen drohen weitere Belastungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Kommunen. Hinzu kommt der Fachkräftemangel in der Pflege und die Alterung der geburtenstarken Jahrgänge.</p>
<p><strong><em>Pflegebedürftige und Angehörige unter Druck</em></strong><br> <br> Besonders alarmierend ist die finanzielle Belastung vieler Betroffener. Viele Altersrenten liegen deutlich unter den durchschnittlichen Pflegeheimkosten. Pflegebedürftige müssen daher oft innerhalb kurzer Zeit ihr Erspartes aufbrauchen; reicht das nicht aus, sind Angehörige oder das Sozialamt gefragt. Wer auf Hilfe zur Pflege angewiesen ist, dem bleibt für persönliche Ausgaben wie Fußpflege, Friseur oder kleine Wünsche nur ein sehr geringer monatlicher Barbetrag.</p>
<p>Kein Wunder also, dass viele Menschen den Umzug in ein Pflegeheim möglichst lange hinauszögern.</p>
<p>Mit Sorge beobachtet die KAB außerdem Überlegungen in der aktuellen Reformdebatte, die Hürden für die Pflegegrade zu erhöhen und Leistungszuschläge in Heimen zu begrenzen. Für Betroffene und ihre Angehörigen würde das bedeuten: weniger Unterstützung, mehr unbezahlte Pflege in den Familien und ein höheres Risiko von Überforderung.</p>
<p><strong><em>Würde in der Pflege sichern</em></strong></p>
<p>Wenn Pflegepolitik vor allem nach wirtschaftlichen Kriterien ausgerichtet wird, drohen soziale Kälte, Überforderung von Familien und zusätzlicher Druck auf Pflegekräfte und Einrichtungen. Pflegebedürftige Menschen dürfen nicht zum Kostenfaktor werden. Eine gute Gesellschaft zeigt sich daran, wie sie mit alten, kranken und pflegebedürftigen Menschen umgeht.</p>
<p>Die KAB weist darauf hin, dass die häusliche Pflege zwar weiterhin den größten Teil der Versorgung trägt, aber immer schwerer leistbar wird. Kleinere Familien, höhere Erwerbstätigkeit, räumliche Distanz und fehlende Entlastungsangebote führen dazu, dass die Verantwortung auf immer weniger Schultern verteilt ist.</p>
<p><strong><em>&nbsp;Der KAB-Diözesanverband Eichstätt fordert:</em></strong></p><ul> 	<li>Eine langfristig solidarische Finanzierung der Pflegeversicherung, an der alle Einkommensarten gerecht beteiligt werden.</li> 	<li>Eine spürbare und gesetzlich verbindliche Begrenzung des Eigenanteils, damit Pflege nicht zur Armutsfalle wird.</li> 	<li>Eine stärkere Entlastung pflegender Angehöriger, insbesondere durch mehr Entlastungsangebote und eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.</li> 	<li>Flexible und unbürokratische Unterstützungsbudgets für häusliche Pflege, Tagespflege, Kurzzeitpflege und Angehörigenentlastung.</li> 	<li>Bessere Arbeitsbedingungen, verlässliche Personalschlüssel und eine nachhaltige Stärkung des Pflegeberufs.</li> 	<li>Den konsequenten Ausbau wohnortnaher Unterstützungsangebote.</li> 	<li>Eine stärkere Unterstützung alternativer Wohnformen und ambulanter Pflege.</li> 	<li class="MsoNoSpacing">Eine Begrenzung renditeorientierter Pflegekonzerne, damit Pflege dem Menschen dient und nicht in erster Linie wirtschaftlichen Interessen.<br> 	&nbsp;</li> </ul><p><strong><em>Wie sich die Pflege verändert hat</em></strong></p>
<p>Die Zeiten, dass Familienangehörige wie noch in früheren Jahrzenten selbstverständlich ältere und pflegebedürftige Menschen zu Hause gepflegt haben, nimmt rasant ab. Kleinere Familien, höhere Erwerbstätigkeit von Frauen, räumliche Distanz und eine stärkere Individualisierung führen dazu, dass häusliche Pflege seltener dauerhaft leistbar ist. Die Verantwortung ist auf wenige Schultern verteilt und pflegende Angehörige sind stärker belastet als früher. Die soziale Einbettung ist brüchiger, Einsamkeit im Alter nimmt zu, und der Kostendruck im System gefährdet die Qualität.</p>
<p>Die entscheidende Frage lautet daher: Ist Pflege künftig eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, die solidarisch getragen wird, oder sollen Pflegebedürftige und ihre Familien die Hauptlast tragen?</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 16:40:22 +0200</pubDate>
                        <title>Uns gehört die Zeit – Arbeitsrechte schützen</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/uns-gehoert-die-zeit-arbeitsrechte-schuetzen</link>
                        <description>Zum Tag der Arbeit am 1. Mai unterstützt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Eichstätt den Maiaufruf von KAB und Deutschem Gewerkschaftsbund. Unter dem Leitwort „Uns gehört die Zeit – Zeitgerechtigkeit statt Demokratiegefährdung!“ setzt sie sich für den Schutz von Arbeitnehmerrechten, soziale Gerechtigkeit und eine starke Demokratie ein.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Viele heute selbstverständliche Rechte wurden hart erkämpft. Der 8-Stunden-Tag wurde nach der Novemberrevolution von 1918 eingeführt und steht seit Beginn der Weimarer Republik symbolisch für soziale Errungenschaften und demokratischen Fortschritt. Seine Aushöhlung würde nicht nur den Gesundheitsschutz schwächen, sondern auch die Mitbestimmung der Beschäftigten gefährden. Arbeitszeitregelungen zählen zu den Kernbereichen gewerkschaftlicher Arbeit – ihre Aufweichung untergräbt eine wichtige demokratische Kontrollinstanz gegenüber wirtschaftlichen Interessen.</p>
<p>Besonders deutlich werden die Auswirkungen längerer Arbeitszeiten beim Blick auf die Pendlerzahlen: Im Jahr 2023 pendelten 59,9 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland – rund 20,5 Millionen Menschen. Innerhalb von zehn Jahren entspricht dies einem Anstieg um 19,3 Prozent. 2024 benötigten 22,7 Prozent der Berufstätigen mehr als 30 Minuten für den einfachen Arbeitsweg, 5,7 Prozent sogar über eine Stunde. Wer täglich eine Stunde pendelt, kommt bereits bei einem 8-Stunden-Tag auf eine Belastung von zehn Stunden – bei längeren Arbeitszeiten entsprechend mehr. Dies betrifft insbesondere Eltern, Frauen, Menschen in ländlichen Regionen sowie Geringverdienende und ist damit auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit.</p>
<p>Regina Soremba-Böxkes, Vorsitzende der KAB im Diözesanverband Eichstätt, erklärt:<br> <strong data-end="2528" data-start="2155">„Arbeitszeit ist Lebenszeit. Wer den 8-Stunden-Tag infrage stellt, gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten, das Familienleben und das ehrenamtliche Engagement. Gerade Frauen, Familien und Pendlerinnen und Pendler geraten dadurch unter zusätzlichen Druck. Zeitgerechtigkeit ist deshalb eine Grundvoraussetzung für soziale Gerechtigkeit und eine lebendige Demokratie.“</strong></p>
<p>Die KAB ruft dazu auf, sich am 1. Mai an den Kundgebungen der Gewerkschaften zu beteiligen und gemeinsam für faire Arbeitsbedingungen, den Schutz des arbeitsfreien Sonntags und eine gerechte Gesellschaft einzutreten.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 19 Feb 2026 19:11:25 +0100</pubDate>
                        <title>KAB-Diözesanverband Eichstätt kritisiert Vorstoß zur Verlängerung der Wochenarbeitszeit</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/kab-dioezesanverband-eichstaett-kritisiert-vorstoss-zur-verlaengerung-der-wochenarbeitszeit</link>
                        <description>Der Vorstand des KAB-Diözesanverbandes Eichstätt reagiert mit deutlicher Kritik auf die Idee des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, die wöchentliche Arbeitszeit pauschal um eine Stunde zu verlängern. Dieser Vorschlag gehe an der Lebens- und Arbeitsrealität vieler Beschäftigter vorbei.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leisten bereits heute sehr viel. Eine pauschale Verlängerung der Arbeitszeit ignoriert hohe Belastungen, steigenden Leistungsdruck sowie die Herausforderung, Beruf, Familie und Pflege zu vereinbaren“, erklärt der Diözesanvorstand.</p>
<p>"Das eigentliche Problem ist doch der Fachkräftemangel in vielen Branchen, nicht die wöchentliche Arbeitszeit" so Diözesanvorsitzender Andreas Holl.</p>
<p>Darüber hinaus verweist die KAB auf die Bedeutung der Tarifautonomie. „Fragen der Arbeitszeit seien Sache von Gewerkschaften und Arbeitgebern, nicht der Politik“ erinnert Holl eindringlich.&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 19 Feb 2026 11:57:04 +0100</pubDate>
                        <title>Solidarität mit den Beschäftigten in Dietenhofen – KAB unterstützt Belegschaft des Playmobil-Werks</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/solidaritaet-mit-den-beschaeftigten-in-dietenhofen-kab-unterstuetzt-belegschaft-des-playmobil-werks</link>
                        <description>Der KAB-Diözesanverband Eichstätt zeigt sich solidarisch mit den Beschäftigten des Playmobil-Werks im mittelfränkischen Dietenhofen, dessen Schließung angekündigt wurde. Mit rund 350 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verliert der Standort nach Jahrzehnten wertvoller Arbeit seine Zukunft – für viele Familien in der Region ein schwerer Einschnitt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit setzte der engagierte KAB-ler und&nbsp;Betriebsseelsorger der Diözese Eichstätt&nbsp;<strong data-end="702" data-start="679">Diakon Kurt Reinelt</strong>, der bei einer Protestaktion der Gewerkschaft mit am Werkstor vor Ort war. Er stellte sich an die Seite der Beschäftigten, hörte zu und machte deutlich, dass ihre Sorgen und Ängste ernst genommen werden müssen. Viele von ihnen hätten „ihr Leben in diese Arbeit investiert“, betonte Reinelt mit Blick auf die oft jahrzehntelange Betriebszugehörigkeit.</p>
<p>Für die KAB ist dieses Engagement Ausdruck gelebter Solidarität. „Gerade in Zeiten von Arbeitsplatzverlust und wirtschaftlicher Unsicherheit steht die KAB an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so der Diözesanverband. Arbeit habe eine zentrale Bedeutung für Würde, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe.</p>
<p>Kurt Reinelt begleitet die Situation nicht nur öffentlich, sondern auch konkret: Er vermittelt Kontakte zu Beratungsstellen, unterstützt Betroffene bei persönlichen Anliegen und bietet Gespräche an. Wichtig sei vor allem, den Menschen zuzuhören und ihnen in einer schwierigen Lebensphase beizustehen.</p>
<p>Die KAB Diözese Eichstätt sieht im Schicksal der Beschäftigten von Dietenhofen ein mahnendes Beispiel für die sozialen Folgen unternehmerischer Entscheidungen. Sie fordert faire Lösungen, transparente Kommunikation und größtmögliche Unterstützung für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.</p>
<p><strong data-end="2149" data-start="2073">Die KAB steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten in Dietenhofen.</strong></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 12 Feb 2026 19:43:17 +0100</pubDate>
                        <title>KAB warnt vor Einschränkung des Streikrechts:</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/kab-warnt-vor-einschraenkung-des-streikrechts</link>
                        <description>Anlässlich der jüngsten Forderungen von Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Deutschland brauche „dringend ein Gesetz für Fairnessregeln bei Streiks&quot;, da die aktuelle Strategie – „erst streiken, dann verhandeln&quot; – das Vertrauen schade und negative Auswirkungen auf die Infrastruktur habe, erklärt die KAB: Warnstreiks sind kein Chaosinstrument – sondern ein verfassungsrechtlich geschütztes Mittel, damit Verhandlungen überhaupt Wirkung entfalten können.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Debatten über neue Streikgesetze sollten nicht vergessen: Das Streikrecht ist Ergebnis von über 150 Jahren demokratischer Entwicklung und ist im Grundgesetz verankert.<br> In anderen Ländern wie Großbritannien oder Belgien zeigen gesetzliche Einschränkungen, was passieren kann, wenn das Streikrecht zu stark beschnitten wird: Dort gibt es gesetzliche Mindestdienstregelungen, die in sensiblen Bereichen regulatorisch festlegen, wie viel Personal in einem Arbeitskampf vorgehalten werden muss. Dies führt dazu, dass Arbeitnehmervertretungen faktisch ihre zentrale Funktion als verhandlungsstarke Interessenvertretung verlieren.<br> Als KAB bekennen wir uns zu einem sozialen Dialog, der die Grundrechte der Arbeitnehmer wahrt und gleichzeitig eine funktionierende Daseinsvorsorge sicherstellt. Einschränkungen des Streikrechts sind kein geeignetes Mittel, um Tarifkonflikte fairer zu lösen – sie gefährden vielmehr das Gleichgewicht in unserer sozialen Marktwirtschaft.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 04 Feb 2026 18:01:15 +0100</pubDate>
                        <title>Länger arbeiten, weniger Rente, mehr Druck?</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/laenger-arbeiten-weniger-rente-mehr-druck</link>
                        <description>Mit großer Sorge blickt der Vorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Eichstätt auf die aktuellen Debatten zur Zukunft des deutschen Sozialstaats. Die in dieser Woche vorgelegten Vorschläge des CDU-nahen Wirtschaftsrates, die Diskussionen um die Rentensicherung sowie die Äußerungen der letzten Woche von Bundeskanzler Friedrich Merz zur fehlenden Leistungsbereitschaft weisen aus Sicht der KAB in eine gefährliche Richtung:</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Immer stärker sollen Lasten einseitig den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgebürdet werden. Die Vorschläge des Wirtschaftsrates der CDU setzen auf drastische Kürzungen für Arbeitnehmer und Versicherte bei der Zahnmedizin und beim Arbeitslosengeld. „Wer den Sozialstaat vor allem als Kostenfaktor betrachtet, verkennt seine zentrale Funktion für gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Sicherheit“, erklärt Andreas Holl, Vorsitzender der KAB Eichstätt. Leistungskürzungen und höhere Zumutungen für Beschäftigte seien kein Zukunftskonzept, sondern sozialpolitische Rückschritte. Auch in der aktuellen Rentendebatte dominieren Vorschläge, die vor allem auf ein längeres Arbeiten und eine weitere Absenkung des Rentenniveaus hinauslaufen.<br> <br> Die Empfehlungen der Rentenkommission greifen aus Sicht der KAB zu kurz, wenn sie die Verantwortung für eine auskömmliche Alterssicherung zunehmend auf die Einzelnen verlagern. „Die gesetzliche Rente muss auch künftig den Lebensstandard sichern. Altersarmut darf nicht zur neuen Normalität werden“, so die KAB. Notwendig seien eine stabile Finanzierung, ein dauerhaft abgesichertes Rentenniveau und die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in eine solidarische Rentenversicherung.<br> <br> Besonders kritisch bewertet die KAB Eichstätt die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Merz, in denen Teilzeitarbeit und veränderte Lebensentwürfe pauschal als Ausdruck mangelnder Arbeitsmoral dargestellt werden. „Solche Aussagen verkennen die Lebensrealität vieler Menschen“, betont der Vorstand. Teilzeit sei für viele kein Lifestyle, sondern Folge von Care-Arbeit, gesundheitlichen Belastungen oder fehlender Kinderbetreuung. Statt moralischer Schuldzuweisungen brauche es bessere Arbeitsbedingungen, verlässliche Arbeitszeiten und eine familien- und gesundheitsgerechte Arbeitswelt.<br> <br> Die KAB Eichstätt fordert eine Stärkung des Sozialstaats im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:<br> • Sicherung und Anhebung des Rentenniveaus sowie eine solidarische Erwerbstätigenversicherung<br> • Gute Arbeit mit existenzsichernden Löhnen, verlässlichen Arbeitszeiten und wirksamem Gesundheitsschutz<br> • Eine gerechte Finanzierung des Sozialstaats durch stärkere Beteiligung hoher Einkommen und Vermögen<br> • Einen Sozialstaat, der unterstützt statt sanktioniert und der soziale Teilhabe für alle ermöglicht<br> <br> „Der Sozialstaat ist kein Luxus, sondern eine Errungenschaft, die erkämpft wurde und unsere Demokratie trägt“, so Holl abschließend. „Reformen dürfen nicht einseitig zulasten der Beschäftigten gehen. Was wir brauchen, ist mehr Solidarität – nicht mehr Druck.“&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 03 Dec 2025 09:46:53 +0100</pubDate>
                        <title>CAH Neumarkt hilft und stärkt zugleich</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/cah-neumarkt-hilft-und-staerkt-zugleich</link>
                        <description>Die von der KAB Eichstätt initiierte Christliche Arbeiter Hilfe Neumarkt (CAH) startete ihren Adventsbazar und hilft Menschen mit kleinerem Geldbeutel, sichert Langzeitarbeitslosen die würdevolle Beschäftigung und rettet nicht mehr verwendeter Weihnachtsdeko vor dem Mülleimer.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Auch dieses Jahr war der Adventsmarkt wieder ein voller Erfolg. Auf 250 qm wurden gespendete Weihnachts-Dekoration feil geboten. Mehr als in den Jahren zuvor. Der Preis wird an der Kasse ausgehandelt und soll neben Einnahmen für die CAH auch für günstige Preise für Bedürftige sorgen.&nbsp;</p>
<p>Die Christliche Arbeiterhilfe Neumarkt beschäftigt Langzeitarbeitslose, gibt ihnen Rhythmus und Sicherheit und einen würdigen Lohn.&nbsp;</p>
<p>Zu der Markteröffnung kam auch ein Filmteam des Bayerischen Rundfunks. Der Beitrag wurde im Rahmen der Sendung "Zwischen Spessart und Karwendel" ausgestrahlt. Den 11 minütigen Beitrag gibt es unter folgendem <a href="https://www.ardmediathek.de/video/zwischen-spessart-und-karwendel/weihnachten-im-gebrauchtwarenmarkt/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDA5ODExQTAvc2VjdGlvbi84ZDcyZTg0Mi0zZjBmLTRhMDctYTU3My05NGRmNDAwZGM4YmE" target="_blank" rel="noreferrer">Link in der ARD Mediathek</a>:<br> <br> Wenn Sie die Arbeit der CAH unterstützen wollen, spenden Sie bitte an die</p>
<p>Christliche Arbeiterhilfe</p>
<p>IBAN DE 02 7605 2080 0000 4629 11</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 28 Nov 2025 13:06:54 +0100</pubDate>
                        <title>Black Friday 2025: KAB Eichstätt warnt vor Ausbeutung in Sub-Sub-Unternehmen der Paketbranche</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/black-friday-2025-kab-eichstaett-warnt-vor-ausbeutung-in-sub-sub-unternehmen-der-paketbranche</link>
                        <description>Anlässlich des heutigen Black Fridays schließt sich der KAB-Diözesanverband Eichstätt den bundesweiten Forderungen der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) an – setzt jedoch einen besonderen Schwerpunkt auf ein Problem, das in der Paketzustellung seit Jahren eskaliert: die Auslagerung an Sub- und Sub-Sub-Unternehmen </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hier geht es also um Unternehmen, die Aufträge an Unterfirmen weiter vergeben und teilweise von dort noch einmal an weitere Unternehmer vergeben werden. "Gerade in den tief gestaffelten Subunternehmerketten entstehen die prekärsten Arbeitsbedingungen“, betont KAB Diözesanvorsitzender Andreas Holl. „Hier ist die Gefahr am größten, dass gesetzliche Standards unterlaufen werden – oft unkontrolliert von den Paketdiensten, die letztlich die Verantwortung tragen.“</p>
<p><br> <strong>Neue Gesetze – gleiche Probleme</strong></p>
<p><br> Zwar schreibt das seit 1. Januar 2025 geltende Postgesetz vor, dass Paketdienste die Einhaltung der Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Subunternehmerkette nachweisen müssen. Zudem müssen sich alle Subunternehmen bei der Bundesnetzagentur registrieren lassen und können bei Verstößen ihre Lizenz verlieren. Doch aktuelle Entwicklungen zeigen: Die Realität hinkt weit hinter den gesetzlichen Vorgaben her.</p>
<p>&nbsp;</p><ul> 	<li>Laut einer aktuellen Verdi-Befragung müssen 89 % der Kuriere deutlich mehr Arbeit in derselben Zeit bewältigen.</li> 	<li>Der Krankenstand liegt bei 7,69 % – weit über dem Durchschnitt vieler Branchen.</li> 	<li>NRW-Kontrollen zwischen Mai und August 2025 ergaben bei über der Hälfte der geprüften Subunternehmen gravierende Mängel.</li> </ul><p>Besonders drastisch zeigt sich das in der Adventszeit: „In diesen Wochen kommen viele unerfahrene Aushilfskräfte zum Einsatz – der Zeitdruck wächst, die Risiken ebenso“, so Holl.</p>
<p><strong>Werkverträge: Schlupfloch für Ausbeutung schließen</strong></p>
<p>Wie der KAB Bundesverband betont, bleiben Werkverträge ein Motor struktureller Ausbeutung. Der Diözesanverband Eichstätt unterstützt deshalb die klaren bundesweiten Forderungen:<br> Werkverträge in der Paketzustellung müssen abgeschafft und durch echte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ersetzt werden.<br> <br> Unser Verband begrüßt die dauerhafte Verlängerung des Paketboten-Schutz-Gesetzes durch den Bundestag, mahnt aber gleichzeitig: „Die Entfristung ist ein wichtiges Signal, aber ohne konsequente Kontrollen wird sich wenig ändern. Entscheidend ist, dass Verstöße in allen Gliedern der Subunternehmerketten geahndet werden.“<br> <br> Der KAB-Diözesanverband appelliert an Verbraucherinnen und Verbraucher, während der Black-Friday-Woche und der Adventszeit bewusst zu bestellen:</p><ul> 	<li>Sammelbestellungen statt vieler Einzelpakete</li> 	<li>Retouren vermeiden</li> 	<li>Anbieter mit fairen Arbeitsbedingungen bevorzugen</li> 	<li>Packstationen oder Abholpunkte nutzen</li> </ul><p>„Aber klar ist auch: Die Hauptverantwortung darf nicht auf die Kundinnen und Kunden abgewälzt werden“, betont Holl. „Ohne strengere Vorgaben und deren Durchsetzung wird es keine spürbare Verbesserung geben.“<br> <br> Als Teil der Aktion FAIRES Paket setzt sich der KAB-Diözesanverband Eichstätt dafür ein, dass Paketzusteller:innen endlich unter Bedingungen arbeiten können, die ihrer Leistung gerecht werden.<strong> „Faire Arbeit darf kein Sonderangebot sein – auch nicht am Black Friday“</strong>, so Holl.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 15:43:28 +0100</pubDate>
                        <title>Fakten statt Stimmungsmache in der Rentendebatte</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/fakten-statt-stimmungsmache-in-der-rentendebatte</link>
                        <description>Der KAB Diözesanverband Eichstätt bezieht angesichts der aktuellen Diskussionen über die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung klar Stellung. Mit Verweis auf seine langjährige sozialpolitische Expertise korrigiert der Verband mehrere zentrale Punkte der öffentlichen Debatte.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>1. Demografische Entwicklung seit Jahrzehnten bekannt</p>
<p>Die Auswirkungen des Renteneintritts der Babyboomer-Generation sind seit langem wissenschaftlich belegt und politisch vorhersehbar. Dennoch haben aufeinanderfolgende Bundesregierungen es versäumt, die Deutsche Rentenversicherung frühzeitig zu stärken, breiter aufzustellen oder Beitragssätze und Finanzierungsgrundlagen vorausschauend anzupassen. Die aktuelle Situation ist daher kein überraschendes Ereignis, sondern Ergebnis jahrelanger politischer Untätigkeit.</p>
<p>2. Rentnerinnen und Rentner tragen erheblich zum Staatshaushalt bei</p>
<p>Entgegen mancher Stimmen – darunter der „Jungen Gruppe“ in der Unionsfraktion – leisten die Babyboomer auch im Ruhestand einen substantiellen Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens. Expertenschätzungen gehen bereits für 2025 von rund 62,7 Milliarden Euro Einkommensteuerzahlungen durch Rentnerinnen und Rentner aus. Durch den sinkenden Steuerfreibetrag wird dieser Beitrag in den nächsten Jahren weiter steigen. Diese Fakten, so die KAB, gehören zwingend in die aktuelle Debatte.</p>
<p>3. Reformen sind notwendig – aber bitte gerecht</p>
<p>Dass die gesetzliche Rentenversicherung zukunftsfest gemacht werden muss, ist unstrittig. Aus Sicht der KAB braucht es dafür jedoch faire und solidarische Lösungen, die junge Menschen ebenso im Blick behalten, ohne die Versorgung der Älteren zu gefährden. Dazu gehören etwa eine Erweiterung des Kreises der Beitragszahler, die Einbeziehung weiterer Einkommensarten sowie die Integration bislang separater Versorgungswerke. Solche Schritte würden das System langfristig stabilisieren.</p>
<p>4. Die Ideen liegen auf dem Tisch</p>
<p>Andreas Holl, Vorsitzender der KAB im Diözesanverband Eichstätt, fordert die Bundesregierung auf, die dringend nötige Reform des Rentensystems nicht erneut aufzuschieben, sondern mutige Entscheidungen zu treffen, um Planungssicherheit für alle Generationen zu schaffen.<br> Er benennt konkrete Maßnahmen: „Erstens sollte der Kapitalstock stärker am Kapitalmarkt eingesetzt werden. Zweitens müssen zukünftige Beamte in die Deutsche Rentenversicherung einbezogen werden. Und drittens sollten Minijobs – bis auf wenige Ausnahmen – abgeschafft bzw. in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse überführt werden. Die Stärkung der betrieblichen Altersversorgung kann ein weiterer Baustein sein.“</p>
<p>5. Gefahr einseitiger Belastungen</p>
<p>Die KAB warnt davor, Reformen erneut vor allem dort anzusetzen, wo der geringste Widerstand zu erwarten ist: bei den Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und zuverlässig Beiträge geleistet haben. Veränderungen am Rentensystem dürfen nicht zulasten jener gehen, die auf eine verlässliche Alterssicherung angewiesen sind.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                    <item>
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                        <pubDate>Thu, 20 Nov 2025 14:13:05 +0100</pubDate>
                        <title>70 Jahre CAJ Eichstätt</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/70-jahre-caj-eichstaett</link>
                        <description>Die Christliche Arbeiterjugend (CAJ) feierte ihr 70jähriges Bestehen und die KAB Eichstätt, als der Erwachsenenverband, feierte natürlich mit. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Schon bei Kaffee und Kuchen am Nachmittag wurden CAJ-Lieder gesungen und es wurde deutlich, wie viele aktive KABler und KABlerinnen ihren verbandlichen Urspung in der CAJ hatten.</p>
<p>Auch der feierliche Festgottesdienst mit CAJ-Kaplan Edward Kabba, den Mitzelebrierenden Pfarrern Artur Wechsler, Michael Konecny und Hans Schmidtlein zeigte die fröhliche Lebendigkeit, die durch die musikalische Unterstützung von "CAJ-Oldies" zum Ausdruck kam. In seiner Predigt ging Kabba auf die Methode "Sehen, urteilen, handeln" ein.&nbsp;</p>
<p>Im Anschluss daran wurden festliche Ansprachen und Grußworte von Bürgermeister Thomas Meier, CAJ Landessekretärin Corinna Scheibenzuber, CAJ-Bundesvorsitzende Conni Schermer sowie KAB-Diözesanvorsitzenden Andreas Holl gehalten. Sie alle gratulierten der CAJ zum Jubiläum und dankten den Verantwortlichen und Mitgliedern für ihr großes Engagement in Kirche und Gesellschaft.</p>
<p>Nach dem Abendessen wurde noch Pfr. Hans Schmidtlein mit 89 Jahren ältestes CAJ Mitglied für seine lange Treue zum Verband geehrt bevor der Abend mit Musik und Tanz ausklang.</p>
<p>Einen ausführlicheren Bericht kann man <a href="https://www.mittelbayerische.de/lokales/landkreis-neumarkt/caj-feiert-in-berngau-70-jahre-engagement-in-kirche-und-gesellschaft-19968559" target="_blank" rel="noreferrer">hier</a> lesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 15:16:18 +0200</pubDate>
                        <title>Alt werden ohne Angst“ – KAB Eichstätt fordert Sicherheit und Respekt im Alter</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/alt-werden-ohne-angst-kab-eichstaett-fordert-sicherheit-und-respekt-im-alter</link>
                        <description>Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Diözesanverband Eichstätt kritisiert die aktuellen sozialpolitischen Diskussionen rund um ein Pflichtjahr für Seniorinnen und Senioren, die Rente mit 70 oder die sogenannte Aktivrente scharf. Anstelle von Anerkennung und Absicherung erzeugten solche Vorschläge neuen Druck und zusätzliche Belastungen für ältere Menschen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Viele Ruheständler haben ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen, Angehörige gepflegt und/oder sich ehrenamtlich engagiert“, betont KAB-Vorsitzende Soremba-Böxkes. „Statt Dank und Respekt nun erneut Pflichten oder gar eine verlängerte Lebensarbeitszeit zu fordern, sendet ein fatales Signal. Was ältere Menschen brauchen, ist Anerkennung – keinen weiteren Leistungszwang.“</p>
<p>Politik kommt (wie so oft) zu spät – und belastet die Falschen</p>
<p>Die KAB warnt: Hinter den aktuellen Vorschlägen verbergen sich oft versteckte Rentenkürzungen. „Diese Debatten hätte man bereits vor 20 Jahren führen und entscheiden müssen“, kritisiert Soremba-Böxkes. „Die demografische Entwicklung ist seit Jahrzehnten bekannt. Die Babyboomer gehen nun ab 2026 in Rente – das kommt jetzt nicht überraschend. Wir in der KAB und viele andere haben früh auf die Finanzierungsprobleme hingewiesen. Doch die Politik hat lange weggeschaut.“</p>
<p>Die letzte grundlegende Rentenreform von 2007 unter CDU/CSU geführten Großen Koalition, liegt nun bereits fast zwei Jahrzehnte zurück. Seither habe es kaum strukturelle Anpassungen mehr gegeben – dringend notwendige Reformen wie die Einbeziehung von Beamten und Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung oder kreative Modelle wie die von katholischen Verbänden vorgeschlagene „Cappuccino-Rente“ seien bislang aufgeschoben worden.</p>
<p>Altersarmut wächst – Zeit zu handeln</p>
<p>Die KAB Eichstätt macht auf die wachsende finanzielle Belastung im Alter aufmerksam: Inflation, steigende Lebensmittel- und Wohnkosten sowie die hohen Pflege-Eigenanteile setzen viele ältere Menschen unter Druck.</p>
<p>„Immer mehr Seniorinnen und Senioren fragen sich, ob ihre Rente zum Leben reicht. Das darf in einem reichen Land wie wir es sind, nicht sein“, warnt Soremba-Böxkes. „Ein würdevolles Leben im Alter ist ein Grundrecht – keine Frage des Geldbeutels. Es beschämt uns, wenn ältere Menschen Flaschen aus Mülleimern sammeln müssen.“</p>
<p>Die KAB fordert:</p><ul> 	<li>Stabile und gerechte Renten, die Altersarmut verhindern</li> 	<li>Bezahlbares Wohnen und Energie, damit Seniorinnen und Senioren nicht durch die Inflation an den Rand gedrängt werden</li> 	<li>Eine solidarische Pflegefinanzierung, die Familien entlastet</li> </ul><p>Für eine gerechte Zukunft – generationenübergreifend denken</p>
<p>„Solidarität zwischen den Generationen bedeutet nicht, Ältere noch stärker in die Pflicht zu nehmen“, so Soremba-Böxkes. „Es geht um gemeinsame Verantwortung – für Gerechtigkeit, Würde und sozialen Zusammenhalt. Wir brauchen ein Klima des Respekts statt einer Politik, die Menschen bis ins hohe Alter als leistungsfähig und verwertbar betrachtet.“</p>
<p>Gleichzeitig fordert die KAB deutlich stärkere Angebote für junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. „Wer heute jung ist, braucht Perspektiven: faire Löhne, sichere Beschäftigung und ein stabiles Rentensystem, das Vertrauen schafft“, so Soremba-Böxkes. „Nur so lässt sich der Generationenvertrag wirklich erneuern – solidarisch, nachhaltig und gerecht.“</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 16 Jul 2025 12:47:31 +0200</pubDate>
                        <title>KAB Eichstätt kritisiert das neue bayerische Ladenschlussgesetz – Sonntagsöffnung wird zur Regel statt zur Ausnahme</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/kab-eichstaett-kritisiert-das-neue-bayerische-ladenschlussgesetz-sonntagsoeffnung-wird-zur-regel-statt-zur-ausnahme</link>
                        <description>Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Eichstätt warnt vor den gravierenden Folgen des neuen bayerischen Ladenschlussgesetzes, das am 10. Juli vom Landtag beschlossen wurde. Insbesondere die Ausweitung der Sonntagsöffnung auf bis zu 40 Tage im Jahr in sogenannten Tourismus- und Wallfahrtsorten bedeute eine massive Aushöhlung des verfassungsrechtlich geschützten arbeitsfreien Sonntags.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Dieses Gesetz ist ein Angriff auf den Sonntag und auf die Menschen, die ihn brauchen – als Tag der Erholung, der Gemeinschaft und der Unterbrechung“, betont Regina-Soremba-Böxkes, Diözesanvorsitzende der KAB Eichstätt. „Es ist ein durchsichtiges Manöver: Was als Stärkung des ländlichen Raums verkauft wird, ist in Wahrheit eine Einladung an Investoren und Handelsketten, auch den Sonntag wirtschaftlich auszuschlachten.“</p>
<p>Die KAB warnt davor, dass durch die geplanten Öffnungsmöglichkeiten der Druck auf die Beschäftigten im Einzelhandel – vor allem Frauen und Teilzeitkräfte – weiter zunehmen wird. Anstatt verlässliche Rahmenbedingungen für Arbeit und Freizeit zu schaffen, öffne das neue Gesetz die Tür für zunehmende Entgrenzung. Soremba-Böxkes erklärt: „Der Sonntag ist mehr als nur ein freier Tag. Er ist ein kulturelles und soziales Gut, das den Menschen dient. Wer diesen Ruhetag preisgibt, schwächt nicht nur die Rechte der überwiegend weiblichen Beschäftigten, sondern gefährdet auch das soziale Miteinander in Familien, Vereinen und Kirchengemeinden.“</p>
<p>Besonders kritisch sieht die KAB die Regelungen zu digitalen Kleinstsupermärkten, die künftig rund um die Uhr – auch an Sonn- und Feiertagen – geöffnet sein dürfen. Die Behauptung, hier entstehe ein versorgungsrelevantes Angebot für den ländlichen Raum, greife zu kurz. „Technik ersetzt keine Verantwortung“, so die KAB-Diözesanvorsitzende. „Selbst automatisierte Märkte benötigen Menschen, die reinigen, befüllen, kontrollieren. Auch diese Arbeitskräfte haben ein Recht auf einen freien Sonntag.“</p>
<p>Die KAB Eichstätt fordert daher die Bayerische Staatsregierung auf, den verfassungsrechtlichen Schutz des Sonntags ernst zu nehmen und die im Gesetz vorgesehenen Ausnahmeregelungen zu überarbeiten. Der Sonntag dürfe kein Spielball wirtschaftlicher Interessen werden.</p>
<p>Zusammen mit der KAB Bayern und der Bündnispartner in der Sonntagsallianz Bayern wird eine Popularklage gegen das Gesetz vorbereitet. „Dann werden wir sehen, ob die Rechtsnorm verfassungsrechtliche Grundrechte einschränkt oder nicht. Die Frage ist nicht, was technisch möglich ist, sondern was gesellschaftlich verantwortbar bleibt“, so Soremba-Böxkes. „Wer den Sonntag verteidigt, steht auf der Seite der Menschen – nicht gegen den Fortschritt, sondern für eine humane Zukunft.“</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 04 Jul 2025 13:15:09 +0200</pubDate>
                        <title>KI braucht klare Regeln - KAB Eichstätt kritisiert Brandbrief-Forderungen der Tech-Chefs</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/ki-braucht-klare-regeln-kab-eichstaett-kritisiert-brandbrief-forderungen-der-tech-chefs</link>
                        <description>KI braucht klare Regeln – Verbraucherschutz und ethische Leitplanken sind nicht verhandelbar

</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Eichstätt begrüßt das Inkrafttreten des EU-KI-Gesetzes (AI-Act) und unterstützt die Pläne der EU-Kommission, mit dem sogenannten Code of Practice bis August 2025 eine verbindliche Konkretisierung für große KI-Anbieter vorzulegen. Auch wenn die heutige Kritik großer europäischer Tech-Konzerne – insbesondere zur Komplexität und Wettbewerbsfähigkeit – nachvollziehbar ist, darf die Sicherheit der Menschen nicht dem unternehmerischen Wunsch nach Deregulierung geopfert werden.</p>
<p>„KI muss dem Gemeinwohl dienen, nicht nur Konzerninteressen. Wettbewerb darf nicht zu einem Rennen um die niedrigsten Standards werden“, so Andreas Holl, KAB Diözesanvorsitzender in seiner ersten Stellungnahme.</p>
<p>Der AI-Act ist ein bedeutender Schritt zu mehr Transparenz, Verantwortung und Verbraucherschutz in der digitalen Welt. Die KAB betont in ihrem im Frühjahr veröffentlichten Positionspapier zehn zentrale ethische Leitlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt. Diese finden sich – erfreulicherweise – in weiten Teilen auch in der geplanten Praxisregelung der EU wieder:<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Technische Dokumentation, Einsatzgrenzen, Risikoklassifikation und Service Switching sind essentielle Anforderungen, damit KI beherrschbar, sicher und nachvollziehbar bleibt.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Forderung nach Verantwortung auf Leitungsebene, Copyright-Compliance und regelmäßigem Reporting stärkt die Haftbarkeit und die demokratische Kontrolle über digitale Systeme.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Einhaltung von Regeln für nichtdiskriminierende Trainingsdaten, Transparenz in der Herkunft der Inhalte sowie der Schutz der Privatsphäre und Datensouveränität sind ebenfalls unverzichtbare Elemente für vertrauenswürdige KI – ganz im Sinne der KAB-Grundpositionen.</p>
<p>Die KAB fordert darüber hinaus:<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; eine unabhängige europäische Aufsichtsstruktur,<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Kennzeichnung aller KI-generierten Inhalte,<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; •&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; sowie den Erhalt einer Vielzahl von KI-Anbietern, um Machtkonzentrationen zu verhindern.</p>
<p>„Es ist nachvollziehbar, dass Unternehmen sich einfache Regeln wünschen. Aber wer sich Innovation auf die Fahne schreibt, muss sich auch der ethischen und sozialen Verantwortung stellen“, betont Holl weiter.</p>
<p>Die künstliche Intelligenz verändert unser Arbeiten, unser Leben, unsere Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, jetzt dafür zu sorgen, dass sie dabei nicht gegen, sondern für die Menschen arbeitet – transparent, fair, nachhaltig und unter demokratischer Kontrolle.<br> <br> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 25 Jun 2025 13:44:16 +0200</pubDate>
                        <title>KAB befürchet Aushöhlung des Sonntagsschutzes in Bayern!</title>
                        <link>https://www.kab-eichstaett.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/kab-befuerchet-aushoehlung-des-sonntagsschutzes-in-bayern</link>
                        <description>KAB Eichstätt befürchtet Aushöhlung des Sonntagsschutzes!
Geplantes Bayerisches Ladenschlussgesetz wird gravierende Auswirkungen auf die Beschäftigten und den Sonn- und Feiertagsschutz in Bayern haben! 
</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das Gesetzgebungsverfahren im bayerischen Landtag ist seit März 2025 im Gange und bereits im April erklärte Staatsministerin Ulrike Scharf bei der Begründung des Gesetzentwurfs im Landtag, es sei „ein Gesetz, das alle mitnimmt und von allen Seiten breite Zustimmung findet.“ Tatsache aber ist, dass der Gesetzentwurf auch auf starke Kritik und verfassungsrechtliche Bedenken durch Kirchen und Gewerkschaften gestoßen ist. Auch die Katholische Arbeitnehmer Bewegung Diözesanverband Eichstätt befürchtet eine Aushöhlung des Sonntagsschutzes und tiefgreifende Nachteile für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.</p>
<p>Konkret geht es um folgende Punkte:</p><ul> 	<li><strong>die Ermöglichung willkürlicher verkaufsoffener Sonn- und Feiertage</strong> – die Prüfung der Anlassbezogenheit, wie sie nach Art. 140 GG verfassungsrecht-lich gefordert ist, soll durch eine bloße „Vermutung“ ersetzt werden; so dass theoretisch die über 2000 Kommunen vier verkaufsoffene Sonntage ohne Prüfung öffnen könnten.</li> 	<li><strong>die Ermächtigung der Kommunen, sich selbst zum „Ausflugsort“ zu ernennen </strong>und somit den Verkauf bestimmter Warensortimente an 40 Sonntagen freizugeben – die weichen Kriterien dafür kann praktisch jede Gemeinde in Bayern erfüllen;</li> 	<li><strong>die Erhöhung der Zahl der Shoppingnächte von 1 auf 12 pro Jahr. </strong>Dies stellt eine große Zusatzbelastung für die Handelsbeschäftigten und deren Familien dar und ist eher das Gegenteil des behaupteten „Arbeitnehmerschutzes“;</li> 	<li><strong>den 24/7-Betrieb „personalfreier“ digitaler Supermärkte</strong> – diese Geschäfte kommen sonntags unserer Einschätzung nach nicht ohne Personaleinsatz (Sicherheit, Reinigung, Nachfüllung usw.) aus, verletzen die Sonntagsruhe und verdrängen andere Geschäfte in Stadt und Land;</li> 	<li><strong>die Ausdehnung des 24/7-Privilegs auf „hybride“ Geschäftsformate</strong> – damit ist ein Sonntags- und Nachtbetrieb prinzipiell im gesamten bayerischen Einzelhandel möglich.</li> </ul><p>Das kirchlich-gewerkschaftliche Bündnis Sonntagsallianz Bayern sieht gravierende strukturelle Folgen auf den gesamten Einzelhandel zukommen. Personalintensive Geschäftsformate werden benachteiligt, Arbeitsbedingungen verschlechtert und der Schutz der Sonn- und Feiertage im Freistaat wird erheblich ausgehöhlt. Bayern erhält den wohl schwächsten Sonntagsschutz in Deutschlands“, so Allianz-Sprecher Hubert Thiermeyer.</p>
<p>Auch die KAB Eichstätt protestiert und kündigt politische Konsequenzen an: „Sollte das Bayerische Ladenschlussgesetz so in Kraft treten, werden wir die beschriebenen Auswirkungen überprüfen und mit den Zahlen vorher vergleichen. Sollten sich unsere vermuteten Auswirkungen bewahrheiten, kann es sein, dass wir gegen das Gesetz klagen.“ so KAB Diözesanvorsitzender Andreas Holl.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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