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KAB Diözesanverband Eichstätt

Aktuelles aus dem KAB Diözesanverband Eichstätt

21.09.2020

Afrika, die Mülldeponie des Westens

Kenia ist seit 3 Jahren ein Vorbild im Kampf gegen Plastikmüll.

Im Juli 2020 empfing Trump den kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta, um mit ihm ein neues bilaterales Abkommen (FTA) zu vereinbaren. Zuvor hatte der Direktor für internationalen Handel, Ed Brzytwa, die USA und Kenia aufgefordert, die Produktion und den Verbrauch von Plastik auch im grenzüberschreitenden Verkehr nicht mehr einzuschränken. Kenia würde das Tor zu anderen afrikanischen Ländern im Kunststoffhandel aus den USA sein. Gewinnsteigerungen für amerikanische Chemieunternehmen erzeugen dann wachsenden Mülldeponien in Afrika. Während Kenia sich mit dem Abkommen einen fairen Zugang für Tee, Kaffee, Textilien, Fisch und andere Waren in die USA erhofft, beabsichtigen diese einen freien Zugang vor allem von petrochemischen Produkten. Douglas Mutembei von der CWM Kenia berichtet, dass in Kenia nur Einweg-Kunststoffe vom Kunststoffverbot betroffen sind. Es landen immer noch 91% auf Mülldeponien, in Flussbetten und im Meer. Abwassersysteme in den Städten sind verstopft und führen zu Überschwemmungen. Die Herausforderung ist letztlich die Beseitigung des Kunststoffmülls. Abgesehen von Verbrennungsanlagen für medizinische Abfälle gibt es in Kenia keine Recyclinganlage. Lediglich kleine Initiativen wie die CBO (Communitiy Based Organization) haben eine Lizenz für die Sammlung und das Altpapiermanagement. Auch die CWM hilft dabei mit den Gruppen Ngomongo (Korogocho,Nairobi) und Utithini (Machokos). Mit dem geplanten Abkommen würde sich die Umweltverschmutzung rasant verschlimmern. Umweltschützer in Kenia hoffen, dass im Hinblick auf das in der Verfassung verankerte Recht auf eine saubere Umwelt die Regierung zwingt, den strittigen Punkt im Abkommen nicht zu unterzeichnen. Andererseits wird befürchtet, dass die finanziellen Zwänge Kenias dazu führen, die Regeln zu umgehen. Greenpeace Africa und sein politischer Berater, Fredrick Njehu, behauptet, dass die Kunststoffindustrie auf beiden Seiten spielen, indem sie öffentlich auffällige Initiativen wie das „Alliance to End Plastic Waste“ propagieren, aber hinter den Kulissen daran arbeiten, Länder mit niedrigem Einkommen als Deponie zu nutzen. Die CWM Kenia ist der Meinung, dass das Kunststoffverbot aufrechterhalten werden und sich auch auf andere industrielle Kunststoffverpackungen erstrecken soll. Mit einer Partnerschaft zwischen der CWM Kenia und einer Umweltorganisation will man auch das Bewusstsein der Mitglieder und Bürger schärfen.

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