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01.05.2018

Postwachstumsökomik und Entschleunigung

Vortrag mit Niko Paech und Fritz Reheis stieß auf großes Interesse

Funktioniert eine Wirtschaft ohne Wachstum? Dieser Frage gingen beim Vortragsabend des Bildungswerkes der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) in Kooperation mit dem Kurt- Eisner-Verein (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und dem Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg Niko Paech und Fritz Reheis nach.


Die rund 120 Teilnehmer konnten erfahren, dass trotz des Wissens um CO2-Verschmutzung und Umweltschäden der ökologische Fußabdruck sich gerade in der Bildungselite überhaupt nicht verringert. Ein ökologischer Ablass ist daher im Gange, der genauso wie zu Zeiten Luthers nicht weiter betrieben werden kann. Niko Paechs Modell der Postwachstumsökonomik sieht eine Einschränkung des Konsums vor. So soll man zum Beispiel Flugreisen auf das Nötigste beschränken, wieder sesshafter sein, mehr Eigenleistung erbringen (Dinge reparieren, bevor man neu kauft), Güter gemeinschaftlich nutzen, regionale Märkte stärken, ökologisch schädliche Subventionen abbauen und die Erwerbsarbeitszeit radikal verkürzen.
Die Kritik eines Teilnehmers, das neoliberale Wirtschaftssystem sei das Grundübel, hält Paech für falsch. "Wir sind der Kapitalismus" so der Oldenburger Ökonom.


Anschließend zeigte Fritz Reheis, der bereits seit den 90er Jahren Texte zum Thema Entschleunigung und Zeitökonomie veröffentlicht. Er sagt, dass uns die aktuelle Wirtschaftsweise in ein Hamsterrad zwingt, aus dem wir glauben nicht einfach aussteigen zu können. Für eine Befreiung davon, ist es jedoch wichtig, dass die dadurch gewonnene Zeit auch wirklich frei bleibt. Die Zeit soll nicht gleich wieder "investiert" und "verwertet" werden. Er appelliert zu mehr Mut zur persönlichen Entschleunigung, zu mehr Zeithygiene/-wellness und zu Zeitpolitik, also den politischen Rahmenbedigungen, die Entschleunigung ermöglichen.


KAB Diözesansekretärin Mirjam Dressendörfer bedankte sich für die engagierten Vorträge und hofft, dass die Impulse bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine - wenn auch nur kleine - nachhaltige Veränderung bewirken.

Prof. Niko Paech und Dr. Fritz Reheis

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